Thekla

Der Stadtteil Thekla

Der Ort Thekla entstand erst am 9. März 1889. Doch befindet sich auf seiner Flur ein uraltes Siedlungsgebiet. An jenem Tage erfolgte lediglich der Zusammenschluss der drei Dörfer Cleuden, Neutzsch und Plösen zu einer einheitlichen Landgemeinde. Deren Ortsname rührt vom Namen der Kirche her, zu deren Kirchspiel jene Dörfer gehörten. Sie hieß damals Kirche St. Thekla, nicht nach einer Heiligen, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit nach dem Namen eines weiteren Dorfes, das in unmittelbarer Nähe der Kirche lag, aber bereits im Mittelalter wüst geworden war. Thekla bestand als selbstständige Ortschaft aber nur 41 Jahre; am 1. April 1930 erfolgte bereits die Eingemeindung nach Leipzig. Der heutige Stadtteil von Leipzig befindet sich derzeit in einer Phase des Übergangs vom Vorort mit ländlichem Charakter und zahlreichen Stadtrandsiedlungen zum großstadtintegrierten, dabei industriearmen Randgebiet mit Erweiterungsflächen für zunehmend städtische Bebauung. Mit dem Naturbad Nordost besitzt Thekla ein für den ganzen Leipziger Norden wichtiges großes Naherholungsgebiet.

Quelle: Pro Leipzig, 2001